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Gartenrundgang im Oktober 2021

Auch der goldene Oktober, wie er häufig poetisch genannt wird, hat noch vielerlei, was es zu entdecken gilt. In unseren Hochbeeten warten zum Beispiel die Zwiebeln darauf als Zutat weiterverarbeitet zu werden. Unsere bunten Möhren und die zahlreichen Chilisorten würden damit schon eine gute Basis für einen leckeren Eintopf bilden. Noch ein paar Blätter vom Kohl dazu, und … lassen wir das mal offen. Unsere alljährlichen Physalis entwickeln sich trotz der ungünstigen Wetterbedingungen ziemlich gut. Und nicht weit davon entfernt ist ein neues Hochbeet entstanden.

Weiterhin haben wir eine neue Abteilung im Garten erschaffen. Eine kleine Wasserecke mit Schilf. Sie wird sehr gut von den heimischen Tieren besucht. Hin und wieder quakt ein Frosch fröhlich vor sich hin. In Beeten aus Holzresten haben wir es mal mit Mischkulturen probiert und gute Erfahrung damit gesammelt. Das Tomatenhaus ist ein großer Erfolg. So viele Tomaten, wer hätte das gedacht. Zum Mais möchte ich nur sagen, falls er nicht auf den Grill soll, wird er noch am Beet verspeist. Der ist einfach nur lecker.

Das riesige Highlight im wortwörtlichen Sinn ist unsere liebe Titan. Diese Sonnenblume ist gigantisch groß und ragt weit über mich hinaus. Mindestens 2,50 Meter, schätze ich. Seht euch das Video am besten einfach selbst an. Vielleicht habt ihr ja die eine oder andere Frage.

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Ich ernte jetzt noch etwas Gemüse. Das Schreiben dieses Beitrags hat mich hungrig werden lassen. Und ihr so?

Der September: Gartenarbeit und Pflege

Der Sommer geht in die letzte Runde und im Garten gibt es allerhand zu erledigen. Jetzt bekommt man noch den einen oder anderen bunten Schrebergarten zu Gesicht. Die Spätsommerblüher zeigen sich von ihrer schönsten Seite und die ersten Herbstblüher starten ihre Herbstblütenshow. Sofern das Wetter mitspielt, lassen sich noch viele schöne Tage im Garten verbringen. Langweilig wird es garantiert nicht, versprochen. Aber nun zurück zum Hauptthema: Gartenarbeiten im September.

Hecken und Sträucher

Das Bundesnaturschutzgesetz zum Schutz von einheimischen Tierarten verbietet das Schneiden von Hecken und Gebüschen in einem bestimmten Zeitraum. Hier geht es zum Bundesamt für Naturschutz.
Rasenschnitt kann zum Mulchen von Sträuchern verwendet werden. Den Rasenschnitt dabei um den Strauch herum etwa 3 cm dick auslegen.

Gehölze

Schadhafte Stellen und Schnittwunden sollten mit einem Wundverschlussmittel behandelt werden, falls noch nicht geschehen.

Rasen

Auch im September können die schadhaften Stellen ausgebessert und auch neu ausgesät werden. Falls noch nicht geschehen, kann jetzt noch der Rasen gedüngt werden, damit er schön dicht wächst und den Unkräutern dadurch das Leben schwerer macht, da ihnen eine geringere Angriffsfläche zu Verfügung steht. Das Düngen per Hand sollte nur von erfahrenen Laubenpiepern ausgeführt werden. Um ein ungleichmäßiges Wachstum zu vermeiden, ist das Düngen mit einem Streuwagen die sicherste Variante.

Kletterpflanzen schneiden

Wilder Wein und andere selbstkletternde Pflanzen wachsen unaufhaltsam an Fassaden empor, wenn man sie nicht schneidet und damit ein wenig bändigt. Durch einen regelmäßigen Schnitt werden größere Schäden an Hauswänden verringert und es bleiben mit Glück nur kleine Reparaturarbeiten übrig. Schon vor der Pflanzung sollte man unbedingt ein Rankgerüst weit ab von Bauwerken und Gebäuden in Erwägung ziehen. So hat man deutlich weniger Arbeit und muss nicht alle paar Monate die Fassaden einer Instandsetzung unterziehen. Die Kletterwurzeln bohren sich mitunter sehr tief in das Mauerwerk und können dort sehr starke Schäden anrichten.

Trauben schützen

Spätestens jetzt sollten die Trauben vor den fliegenden Leckermäulchen geschützt werden. Amsel und Co. lieben die Trauben und können uns in kürzester Zeit um die Ernte bringen. Der Schutz gelingt am einfachsten mit einem Vogelschutznetz, was gespannt werden sollte, damit sich kein Vogel darin verfangen kann. Das geht gut mit der Zuhilfenahme von Stäben. Wir wollen ja keine tödlichen Fallen für die Tiere bauen. 

Knoblauch stecken

Wer dicke Knoblauchknollen haben möchte, kann jetzt die einzelnen Zehen an einen warmen und sonnigen Platz stecken.

Ernten und Essen

Auch die zahlreichen Nutzpflanzen haben wieder einmal alles gegeben, damit wir sie abernten können. Zwetschgen oder Pflaumen sind nicht nur für Biene, Wespe und Vögel eine Leckerei. Daraus lässt sich auch saftiger Blechkuchen zaubern, wie in meinem Lieblingsrezept, das ich euch nur empfehlen kann.

Kompost vorbereiten

Ist der Kompostbehälter prall und voll muss er umgesetzt werden. Da die Beete im Herbst nicht mehr mit den sehr nährstoffreichen Dünger Kompost gedüngt werden, können wir den aufgeschichteten Haufen für das kommende Frühjahr vorbereiten. Dazu wird der fertige Kompost bis zum Frühjahr am besten im Halbschatten gelagert. So ist er im Folgejahr sofort einsatzbereit. Den unreifen Kompost müssen wir gut durchmischen und ordentlich aufschichten, damit der Zersetzungsprozess optimale Wirkung erzielt. Das durchmischen sollte ohnehin immer dann erledigt werden, sobald der Behälter voll ist und der fertige Kompost aufgebraucht wurde. Mit zwei kleineren Kompostbehältern- oder Haufen lässt sich effektiver arbeiten, da das Umschichten so leichter fällt, sofern die Behälter nicht überfüllt sind. Es gibt auch Hilfsmittel, die den Prozess der Kompostierung beschleunigen können.

Habt Ihr noch etwas Wichtiges für den September? Schreibt es in die Kommentare.

 

 

Rezept Apfel- oder Pflaumenblechkuchen

Das ist eines meiner Lieblingsrezepte. Es ist einfach und lecker.

1 Blech reicht für etwa 6 bis 8 Personen und schmeckt am besten, wenn der Kuchen abgekühlt ist und frische Schlagsahne dazu gereicht wird.

Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Backen bei 220°C Ober/- Unterhitze für 20 Minuten.

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 250 g Zucker
  • 250 g weiche Butter
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 4 Eier
  • Äpfel, Kirschen, Pflaumen oder Zwetschgen nach Bedarf
  • 1 bis 2 Päckchen Vanillezucker oder Backaroma (optional)
  • Schokostreusel (optional)
  • Zimt-Zucker-Mischung mit braune Zucker (falls gewünscht)

Zubereitung:

  1. Mehl, Zucker, Butter, Eier, Backpulver und ggf. optionale Zutat(en) in einer Rührschüssel gut miteinander vermischen, bis eine gleichmäßige und klumpenfreie Teigmasse entstanden ist.
  2. Obst abspülen, Äpfel schälen, Obst entkernen und in Spalten schneiden.
  3. Den Teig gleichmäßig auf das eingefettete Backblech verteilen und die Obstspalten auf den Teig verteilen. Wer möchte, kann zum Schluss noch eine Zucker-Zimt-Mischung darüber geben.
  4. Im vorgeheizten Ofen bei 220°C Ober/- Unterhitze etwa 20 Minuten backen.

Guten Appetit!

 

 

Der August: Gartenarbeiten und Pflege

Neben der Ernte einiger Obst- und Gemüsepflanzen gibt es im August kaum etwas, das nicht bis nach dem lang ersehnten Urlaub warten kann. Wer seine Freizeit und auch den Jahresurlaub im eigenen Schrebergarten macht, wird sich darüber freuen, dass es eigentlich immer etwas zu tun gibt. Oder ist das kein Grund zur Freude?

Rasen

Der im Frühjahr neu vorbereitete Boden für den Rasen kann zum Monatsende mit geeigneten Zusätzen wie Torf oder andere organische Materialien behandelt werden. So können die Eigenschaften des Bodens positiv verbessert werden. Bei leichten Böden von 100 m² bis zu maximal 1 m³ Zusatz. Bei schweren Böden eignet sich grober Sand. Die Zugaben werden gleichmäßig in den Boden eingearbeitet. Und das einige Zentimeter tief. Anschließend harkt man den Boden gründlich in verschiedene Richtungen ab, bis eine feine und gleichmäßige sogenannte Krume entsteht. Die Aussaat erfolgt am effektivsten bei trockenem Wetter oder nach Produktempfehlungen auf der Verpackung.

Bereits angelegter Rasen sollte im August auf 4 cm abgemäht werden. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Messer scharf sind. Stumpfe Messer können den Rasen unnötig beschädigen. Bläulich schimmernder Rasen ist in den meisten Fällen ein Anzeichen für Austrocknung. Dies sollte unbedingt vermieden werden. Da das Wachstum im August etwas nachlässt, kann man mit Langzeitdünger zur Kräftigung düngen. Dieser Dünger gibt seine Nährstoffe kontinuierlich ab und stärk die Rasenfläche für den Herbst. Der Rasenschnitt kann auf dem Rasen verbleiben. Er übernimmt den Schutz vor großer Wärme, was wiederum vor Austrocknung schützen kann, und übernimmt gleichzeitig eine düngende Funktion.

Eine allgemeine Kontrolle des Rasens und die Prüfung des Zustands sollte man unabhängig von den anstehenden Arbeiten regelmäßig durchführen. Letztlich verbleibt wenn nötig noch das Zupfen von Unkraut. Giersch oder Klee gehören dazu. Am schonendsten geht das per Hand. Entstandene Lücken eventuell durch eine Nachsaat schließen.

Hecken

Lest unbedingt den (!) Hinweis am Ende des Artikels, sonst kann es sehr teuer werden.
Bei den Hecken gibt es kaum etwas zu tun. Neu gepflanzte Hecken müssen gut gewässert werden, bestehende Hecken einen leichten Formschnitt erhalten(!). Sonst gibt es hier nichts zu tun, weshalb man beruhigt in den Urlaub fahren kann.

Bäume und Sträucher

Auch hier gibt es diesen Monat kaum etwas zu erledigen. Man kann getrost seinen Urlaub antreten, denn es gibt nichts Dringendes zu Pflegen. Wer daheim bleibt, darf sich mit den jungen Trieben beschäftigen, indem man diese absenkt(!).

Stauden

Beim entfernen von verwelkten Blüten sollte man überlegen, ob es Sinn macht, die Pflanze nicht weiter zu bearbeiten. Die Möglichkeit, dass die August-Blüher nach einem Rückschnitt nicht mehr blühen ist hoch. Einige Pflanzen jedoch, wie zum Beispiel die Kokardenblume und manche andere, sind durch ihre ausgeprägte Blüte häufig stark geschwächt. Nachdem sie verblüht sind, schneidet man sie zurück(!).

Alte Beete brauchen Pflege. Ob es nun die stark miteinander verwachsenen Pflanzen sind oder das (un)beliebte Unkraut, es wird etwas Zeit in Anspruch nehmen. Aber nicht weil wir uns mit einem kalten Bier auf dem Gartenstuhl sitzend daran ergötzen wollen. Nein, das wäre ja fast schon idyllisch. Vielmehr weil Umgraben auf dem Plan steht. Eventuell müssen einige Stauden dabei geopfert werden, was aber auch einen Vorteil schafft. Durch die Einwirkung der Sonne und dem Wind trocknen die unerwünschten Pflanzen einfach aus.

Gut zu wissen: Gewächse für den Herbst sollten spätestens jetzt bei einer Gärtnerei bestellt werden, damit sie die Pflanzen bis spätestens Ende Oktober geliefert werden und eingepflanzt werden können. Je nach Pflanzeneigenschaft plant man maximal 4 bis 6 Pflanzen auf 1 m² ein. Wichtig ist, dabei auf den Abstand zu achten. Kräftig wachsende Pflanzen = großer Abstand, schwach wachsende = geringerer Abstand zueinander. Die genauen Abstände und viele weitere Informationen sind in den Pflanzbeschreibungen angegeben. Auch die Gärtnerei kann bei der Auswahl, Planung und Pflege weiterhelfen. Vielleicht sogar der nette Gartennachbar, aus der Parzelle gegenüber. Lieber einmal mehr nachfragen als zu wenig.

Ein- und zweijährige Pflanzen

Die verblühten Blütenstände sollten regelmäßig entfernt werden. Der Boden wird idealerweise bei feuchtem Wetter vorsichtig mit einer Harke oder Hacke aufgelockert, damit sich das Unkraut nicht so einfach ausbreiten kann. Schädlinge werden nach Bedarf behandelt. Dies geschieht am besten mit natürlichen Mitteln aus eigener Herstellung, wie das Paradebeispiel Brennnesseljauche, oder andere. Nur in sehr schlimmen Fällen von Schädlingsbefall sollte nach einer vorherigen Rücksprache mit Fachpersonal zu härteren Mitteln gegriffen werden. Wichtig ist eine ausreichende Beratung dazu, damit nicht aus Versehen die Nützlinge oder sogar die Pflanzen selbst vernichtet werden.

(!) Wichtiger Hinweis

Vom 01. März bis 30. September dürfen keine größeren Schnittmaßnahmen an Hecken, Gehölzen oder Gebüschen vorgenommen werden. Lediglich ein leichter Formschnitt könnte gestattet sein. Das Bundesnaturschutzgesetz zum Schutz von heimischen Tieren ist sehr streng und ein Verstoß wird als Ordnungswidrigkeit behandelt. Das kann ein saftiges Bußgeld von bis zu 50.000 Euro mit sich ziehen. Zusätzlich wird dieses Gesetz in den einzelnen Kommunen um weitere Einzelheiten ergänzt. Informiert euch unbedingt vorher bei eurer zuständigen Kommune oder Behörde. Stand August 2021.

Tipps, Tricks oder Anregungen parat? Ab in die Kommentare damit!

 

 

Der Juli: Die Obstbäume, es gibt einiges zu tun

Auch die Obstbäume, Sträucher und Pflanzen wollen umsorgt werden. Der Juli hat nicht nur Hitzewellen mit Trockenperioden zu bieten. Gewitterstürme mit sintflutartigen Regen sind keine Seltenheit. Da ist man doch froh, wenn die Pflanzen im eigenen Garten dank der guten Pflege robust sind und dieses Wechselwetter gut überstehen. Im Idealfall ohne Schaden.

Obstbäume

Die Obstbäume sollten ohnehin regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrolliert werden. Das können zum Beispiel Blattläuse oder Spinnenmilben sein. Ein Leimgürtel kann einen Befall vorbeugen oder gar verhindern. Sollten Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder auch Schwebfliegen – oder deren Larven vorhanden sein, hat man eine natürliche Schädlingsabwehr, die Schlimmeres verhindern kann. Es gibt aber auch selektiv wirkende Mittel gegen einen Schädlingsbefall. Es soll die Nützlinge verschönen und die Schädlinge bekämpfen. Sollte so eine Maßnahme in Betracht gezogen werden, unbedingt vorher klären, ob dieses Mittel auch wirklich ungefährlich für Nützlinge und auch andere Insekten, wie Bienen oder Hummeln ist. Ich persönlich würde immer die natürliche Schädlingsbekämpfung den Vortritt lassen. Erst in letzter Instanz, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit mehr gibt, würde ich zu härteren Mitteln greifen.

Der Boden rund um den Stamm

Das Gras unter den Obstbäumen sollte kurz gehalten werden. Um den Stamm herum keine Anhäufungen und Aufschichtungen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Nagetiere, wie Mäuse dort niederlassen.

Offener Boden unter den Obstbäumen kann eingesät werden. Geeignete Gründüngungspflanzen sind unter anderem Erbsen, Bienenfreund, Lupinen oder Wicken. Auch hier gibt es noch einige mehr geeignete Pflanzen, die in kurzer Zeit viel Grün liefern und den Boden mit Stickstoff versorgen können.

Obstbäume stutzen

Stark mit Früchten beladene Äste können schnell brechen. Dem kann man entgegenwirken, indem man die schwächeren Leitäste an guttragenden Bäumen stützt. Bei bereits angebrochenen Ästen kann ein Versuch unternommen werden, die betroffenen Teilstücke über einen längeren Zeitraum aneinanderzupressen, damit sie im günstigsten Fall wieder zusammen wachsen können.

Weiterer Pflegebedarf

Abgestorbene Rindenteile der Obstbäume entfernen und die freiliegenden Holzteile eventuell mit Wundwachs oder Ähnlichem behandeln. Diese Behandlung darf auch bei Wundrändern von schadhaften Stellen und Teilen am Obstbaum unternommen werden. Zuletzt sollte angelegter Wundverband von Frost- oder Wildschäden jetzt abgenommen werden, da er sonst die unerwünschte Funktion eines Schädlingshotels  übernehmen kann. Zusätzlich könnten sich auch unerwünschte Rindenkrankheiten entwickeln. Und so etwas wollen wir ja unbedingt vermeiden.

Fazit

Es genügt nicht, sich ein paar Obstbäume in den Garten zu pflanzen. Man könnte jetzt sagen „Überlassen wir das doch der Natur!“. Klar könnte man das so handhaben. Aber ist es sinnvoll sich an einem absterbenden Obstbaum zu ergötzen, falls dieser von einer Plage befallen wird?

Was sind eure Erfahrungen mit den Obstbäumen?

Der Juli: Rasen, Bäume und Sträucher

Der Sommer gibt und fordert, nicht nur von uns. Auch der Garten mitsamt seinen Pflanzen schreit an vielen Stellen um Hilfe. Ob es nun durch Trockenheit einen erhöhten Bedarf an Wasser gibt oder die Neupflanzungen besonders viel Aufmerksamkeit erfordern, wer einen Garten hat, liegt nicht auf der faulen Haut.

Der Rasen im Juli

Der Rasen möchte im Sommer, vor allem aber in den trockenen Wetterperioden, bewässert werden. Denn wenn die berüchtigten braunen Flecken erstmals in Erscheinung treten, ist es eher unwahrscheinlich, dass der Rasen in diesem Jahr seine saftig-grüne Farbe zurückerlangt. Ein weiterer Faktor für die unschönen braunen Flecken könnte eine zu niedrige Eindringtiefe des Regen-, oder Gießwassers sein. In diesem Fall ist die Rasenoberfläche zu stark verdichtet, was ein tieferes Eindringen verhindert. Abhilfe schafft man hier unter anderem mit einer Spatengabel oder Grabegabel bei kleinen Flächen. Bei größeren Flächen kann man sich ein sogenanntes Aerifizierungsgerät leihen oder gar selbst kaufen. Es ist im Wesentlichen nichts anderes als ein Gerät zum Belüften und Vertikutieren, damit das Wasser und die damit verbundene Aufnahme von wichtigen Nährstoffen. Das Belüften erfolgt durch das Löchern der Bodenstruktur und das Vertikutieren entfernt oder zerschneidet filzige Stellen und altes Schnittgut, was besonders bei starker Benutzung der Rasenfläche, hin und wieder zu empfehlen ist. Bei der Wassermenge pro Quadratmeter teilen sich die Meinungen, wie bei fast allem. Als groben Richtwert sind 10 – 20 Liter pro Quadratmeter verbreitet.

Bäume und Sträucher im Juli

Im Allgemeinen brauchen die Gehölze im Sommer kaum, teilweise sogar überhaupt keine Pflege, wenn dafür bereits im Frühjahr gesorgt wurde. Die alten Gehölze sollten in den Trockenperioden gewässert werden. Jungpflanzen und Pflanzen mit Mangelerscheinungen kann man notfalls jetzt noch düngen. Später sollte man bei den Jungpflanzen auf das Düngen verzichten, da sonst die Gefahr besteht, dass diese Pflanzen nicht richtig ausreifen und den kommenden Winter nicht überstehen. Neupflanzungen benötigen in diesen Monat ausreichend Wasser.

Krankheiten und Schädlinge

Die Pflanzen sollten auch jetzt auf Schädlingsbefall (wie z.B. Blattläuse) und Krankheiten (z.B. Pilzbefall) geprüft werden. Bei geringem Befall, den man rechtzeitig erkannt hat, kann man die befallenen Triebe entfernen. Bei stärkerem Befall entweder auf härtere Mittel zurückgreifen, wovon ich persönlich kein Unterstützer bin, oder lieber eine Beratung in einem Gartenfachhandel in Anspruch nehmen. Oft liegt auch nur eine Erscheinung nichtparasitärer Ursache vor, die durch eventuellen Nährstoffmangel, wie z.B. Magnesium, hervorgerufen wurde. Bei einer Unsicherheit immer einen Fachmann zu Rate ziehen.

Vermehrung

Steckhölzer, geteilte oder auch abgesenkte Pflanzen aus dem Frühjahr müssen gepflegt werden. Regelmäßiges Wässern, großzügiges entfernen von Unkraut hilft der Pflanze in jeglicher Hinsicht. Bei Wurzelbildung in den Vermehrungsgefäßen ins vorbereitete Freilandbeet oder direkt ins Frühbeet.

Fazit

Gerade der Juli ist oft sehr wetterlaunig. Entweder es regnet Sturzbäche und der Boden schafft es nicht, das Wasser in solchen Massen rechtzeitig aufzunehmen, wodurch alles überschwemmt wird, oder es gibt lange und heiße Trockenperioden, wo die Pflanzen nach Wasser lechzen.
Lass doch ein Kommentar hier. Wie sind eure Juli-Erfahrungen mit dem Garten?

Gartenrundgang im Juni 2021

Unser Gartenrundgang im Juni 2021 besteht aus musikalisch untermalten Video-Impressionen. Von der Gartenlaube beginnend, machen wir einen Rundgang durch unsere grüne Oase. Lasst euch von den angelegten Beeten inspirieren oder genießt einfach nur die botanische Vielfalt. Im Juni ist der Schrebergarten herrlich grün. Und es blüht in bunten Farben.

Zum Video auf YouTube

Naturdünger: Kompostwasser selbst herstellen

Komposterde

Eigentlich hätte ich die Artikelserie „Natürlich Düngen“ ewig fortführen können. Auch dieser Artikel handelt im Wesentlichen davon, welche Möglichkeiten es für die Beete und Pflanzen gibt, sie auf möglichst natürliche Art und Weise mit dem selbst hergestellten Biodünger zu versorgen. Oft sehr naheliegend, vielfältig sowieso. Ab und an eine Neuentdeckung. Oder lauft ihr durch den Garten, bleibt am Komposthaufen stehen und denkt: „Hey, Kompostwasser!“, ohne jemals davon gehört zu haben? Das wäre ja die Eingebung schlechthin. Irgendjemanden muss dieser Gedanke dann aber doch irgendwann gekommen sein. Sonst könnte ich nicht darüber schreiben. Aber lest selbst.

Das Kompostwasser

Ist ein einfacher und ganz leicht herstellbarer Flüssigdünger, für die schnelle natürliche Bio-Düngung zwischendurch. Man sagt ihm nach, dass es Pilzbefall vorbeugen kann. Als Sofort-Dünger sehr gut einsetzbar, da er schwach dosiert ist und seine Nährstoffe auch sofort abgibt. Als dauerhafte Grundversorgung der Pflanzen ist er jedoch nicht geeignet.

Rezept: Kompostwasser

Wie gesagt ist die Herstellung kinderleicht. Es wird ein 10 Liter Eimer, eine kleine Handschaufel oder Pflanzkelle, sowie etwas fertiger Kompost und Regenwasser benötigt. Zwei Schaufeln fertig gereifte Komposterde in einen Eimer geben und mit Regenwasser auffüllen. Nach zwei Tagen Reifezeit sind genügend Nährstoffe in das Regenwasser gelangt. Fertig ist der schwach dosierte und selbst hergestellte Bio-Flüssigdünger.

Natürlich ist es von Vorteil, wenn es schon einen angelegten Komposthaufen, in welchem Ausmaß auch immer, gibt. Wenn er dazu mindestens aus dem Vorjahr stammt, sollte genug reife Komposterde für eine Mischung Kompostwasser vorhanden sein. Wenn nicht, ruhig mal bei den Gartennachbarn nachfragen. Die Helfen bestimmt.

Benutzt Ihr schon Kompostwasser im Garten oder auf dem Balkon?

Natürlich Düngen Teil 3: Bokashi-Eimer in der heimischen Küche

Ich muss zugeben, dass ich bis heute nicht viel über diese Form der Flüssigdüngerherstellung wusste. War jedoch über die einfache Handhabung begeistert, weshalb ich dazu unbedingt einen Artikel schreiben wollte. Der Bokashi-Eimer ist einfach eine weitere einfache, aber geniale Möglichkeit zur Herstellung von Bio-Dünger. Aber lest selbst.

Was ist der Bokashi?

Im Groben würde ich ihn als Eimer mit Deckel und Zapfhahn beschreiben. Aber es wäre nicht das, was er in Wahrheit ist: Ein platzsparendes biotonnenähnliches Fermentierungskraftwerk. Ne, im Ernst. Er ist wirklich ein tolles Produkt, das aus Japan stammt. Bokashi bedeutet sinngemäß übersetzt ‚Allerlei fermentiertes‘. Das sagt schon viel über die Art der Düngerherstellung aus. Das Beste am Bokashi-Eimer ist, dass man ihn sehr gut in der heimischen Küche aufstellen kann. Zum einen weil er nicht viel Platz benötigt, zum anderen, weil er nicht wie eine Biotonne stinkt, sondern dezent ähnlich wie Sauerkraut duftet.

Was darf alles in den Bokashi-Eimer?

Und hier unterscheidet sich dieser Eimer auch von dem geliebten Komposthaufen. Es dürfen sämtliche Küchenabfälle in rohem und gekochtem Zustand hinein. Auch Fisch und Fleisch.

Bokashi: Was wird benötigt?

Zum alleinigen Ausprobieren genügt ein, zur Dauernutzung zwei Bokashi-Eimer. So hat man immer einen der bereits fermentiert, während der andere nach und nach befüllt wird. Die geläufigen Modelle haben ein Fassungsvolumen von 16 oder 19 Liter. Sie sind bereits häufig mit einem Siebeinsatz und Ablaufhahn ausgestattet. So lässt sich der abgesickerte vergorene Saft bequem abzapfen. Zusätzlich sollten effiziente Mikroorganismen besorgt werden. Gesteinsmehl kann beigefügt werden, ist aber nicht zwingend erforderlich. Zuletzt wird noch ein mit Wasser oder Sand gefüllter Kunststoffbeutel benötigt. Dafür eignen sich besonders gut gebrauchte Plastikbeutel aus dem Handel, die wasserundurchlässig sind. Somit haucht man dem Verpackungsmaterial ein zweites Leben ein, bevor es dann irgendwann in den gelben Sack wandert, wenn es löchrig geworden ist.

Wie funktioniert das Fermentieren?

Die Küchenabfälle sollten gut zerkleinert in den Bokashi-Eimer gegeben werden. Zerkleinerte Eierschale und Kartoffelschalen mit Kaffeesatz zum Beispiel. Zwischendurch, spätestens am Ende der Befüllung, wird die Mischung aus effizienten Mikroorganismen aufgesprüht, damit die effektive Fermentierung in Gang gesetzt wird. Alles gut andrücken und zum Schluss nur noch den Plastikbeutel, gefüllt mit Wasser oder Sand obenauf legen, um die Sauerstoffzufuhr zu unterbinden (aber nur solange, bis der Beutel nicht mehr in den Eimer passt und der verbleibende Platz mit letzten Küchenabfällen befüllt wird). Jetzt den Bokashi-Eimer mit dem Deckel verschließen und für mindestens zwei Wochen bei Raumtemperatur lagern.
Alle zwei bis drei Tage sollte man den fermentierten Saft abzapfen und damit z.B. seine Zimmerpflanzen Düngen. Die Flüssigkeit kann direkt an die Pflanzen gegeben werden oder mit wenig Gießwasser verdünnt werden. Während der zwei Wochen wird der zweite Eimer allmählich aufgefüllt. Die verbleibende Masse kann nach der Fermentierung mit in den Kompost gemischt werden, oder in die Biotonne, wenn es keine weitere Verwendung dafür gibt.

Was haltet Ihr von dem Bokashi-Eimer?

Hier könnt Ihr Bokashi-Eimer kaufen: Hier klicken*

Zu Teil 1 der Artikelserie.

Natürlich Düngen Teil 2: Der eigene Garten

Der zweite Artikel der Artikelreihe „Natürlich Düngen“. Im eigenen Garten gibt es ebenfalls viel zu entdecken, was auf den ersten Blick unnütz erscheint. Der eigene Bio-Dünger zum Beispiel. Natürlich steht dieser nicht irgendwo in der Ecke herum. Er muss noch hergestellt werden. Und wie das im Einzelnen funktioniert, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Dünger aus den eigenen Garten

Manchmal sind die Dinge, die sich direkt vor den Augen befinden unsichtbar. Nicht weil sie es tatsächlich sind, sondern weil wir das Offensichtliche nicht mehr wahrnehmen können. Betriebsblind sozusagen. Wie sehen die Dinge um uns herum jeden Tag. Kein Wunder also, dass wir auch im eigenen Garten Unkraut nur als Unkraut ansehen. Dabei ist das vermeintliche Unkraut oftmals überhaupt keines. Es sind häufig wilde Kräuter, die als ‚Wildwuchs‘ in die Beete eingezogen sind und uns daher eher als lästig vorkommen. Aber das Zupfen von Unkraut kann sich doppelt lohnen. Die Beete sehen wieder schnieke aus und man erhält zugleich einen Rohstoff zur Herstellung des eigenen Bio-Düngers.

Pflanzen für Jauche und Sud

Im Artikel „Brennnesseljauche: ökologisch, kostenlos, wirkungsstark“ haben wir uns mit der Herstellung der Brennnesseljauche befasst. Doch gibt es noch etliche alternative Pflanzen, aus denen sich Jauche oder Sud herstellen lässt. Da häufigsten sind folgende Pflanzen, die fast überall in den Gärten zu finden sind oder durch den Anbau als Ernteabfall anfallen. Da wären zum Beispiel Ackerschachtelhalm, Beinwell, Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Rhabarberblätter und Ringelblumen. Die Herstellung von Jauche ist in jedem Fall dieselbe Prozedur.

Rezept für die Jauche

1 Kilo frische oder 100 bis 200 Gramm getrocknete Pflanzen grob zerkleinern und in ein geeignetes Gefäß geben (z.B. ein alter Eimer aus Kunststoff) und mit 10 Liter Regenwasser auffüllen. Mit einem Sieb, Netz oder Gitter abdecken. Nun braucht es etwas Zeit, um zu einer Jauche zu werden. Am besten 1x täglich umrühren und nach circa 2 Wochen ist die Jauche fertig. Die Blätter haben sich größtenteils zersetzt und an der Oberfläche ist kaum noch Schaum vorhanden? Dann sollte die stark riechende Jauche fertig sein. Mit Gesteinsmehl kann man den sehr präsenten Geruch abmildern. Das gibt es online, im Gartenhandel oder im Baumarkt zu kaufen. Die fertige Jauche darf nicht unverdünnt benutzt werden. 1 Teil Jauche wird mit mindesten 10 Teile Regenwasser verdünnt. Bei empfindlicheren Pflanzen, die gedüngt werden sollen, 20 Teile Regenwasser, Rasen mit 50 Liter. Bei kühler Witterung benötigt die Reifezeit der Jauche möglicherweise länger. Sollten Unsicherheiten bei bestimmten Pflanzen bestehen, lohnt sich ein Gespräch mit einem alteingesessenen Hobbygärtner. Dort erfährt man oft sehr nützliche Dinge. Ansonsten im Gartenfachmarkt nachfragen. Vielleicht gibt es dort einen Mitarbeiter, der nicht nur für seine eigenen Produkte wirbt, dafür mit fachlicher Kompetenz auftrumpft.

Gartenabfälle als Dünger

Auch Gartenabfälle können für die Düngung oder zum Mulchen verwendet werden. So kann man auch gut seinen Komposthaufen entlasten, damit dieser nicht überquillt.

Laub

Lässt sich wunderbar als Mulchschicht verwenden. Bei der natürlichen Zersetzung gibt es die wertvollen Nährstoffe an den Boden ab und düngt somit die Pflanzen drumherum.

Rasenschnitt

Kann entweder auf die Beete gegeben oder mit in die Erde eingearbeitet werden. Auch hier werden die Nährstoffe bei der Zersetzung abgegeben.

Holzasche

Etwa 1 Tasse Asche auf 1 Quadratmeter Beet verteilen. Besonders gut für Lehm- und tonhaltige Böden. Wertvolle Mineralien (z.B. Kalium, Magnesium) werden durch die Asche in die Erde abgegeben.

Tierhaare

Als Tierhalter hat man häufig einige Tierhaare in seiner Umgebung. Diese kann man ebenfalls als natürlichen Dünger einsetzen. Einfach in die Erde einarbeiten und fertig.

Mist/Pferdemist

Wer das Glück hat und ein Pferd sein eigen nennen kann, der hat dazu noch seinen eigene Spezial-Bio-Dünger frei Haus. Alle Anderen können von stolzen Pferdebesitzern oder Höfen aus der Umgebung kostengünstig, teilweise sogar kostenlos Pferdemist ergattern. Ein begehrter Dünger für Blühpflanzen sowie starkzehrenden Gemüse- und Obstpflanzen. Ein bis zweimal pro Jahr direkt in das Beet mischen, ist vollkommen ausreichend.

Natürlicher Bio-Dünger dem Garten

Hier gibt es garantiert noch mehr geeignete Dünger, die sich leicht selbst herstellen lassen. Die Prävalenten sind erwähnt. Der erste Artikel dieser Reihe „Natürlich düngen Teil 1: die eigene Küche“ handelt von Küchenabfällen die sich hervorragend als Bio-Dünger verwenden lassen anstatt sie in die Tonne zu werfen. Im nächsten und vorerst letzten Artikel der Serie „Natürlich Düngen Teil 3: Was die Natur zu bieten hat“ geht es um das, was der Titel schon verrät. Kennt ihr noch mehr natürliche Dünger, die sich ganz einfach selbst herstellen lassen?

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