Ich muss zugeben, dass ich bis heute nicht viel über diese Form der Flüssigdüngerherstellung wusste. War jedoch über die einfache Handhabung begeistert, weshalb ich dazu unbedingt einen Artikel schreiben wollte. Der Bokashi-Eimer ist einfach eine weitere einfache, aber geniale Möglichkeit zur Herstellung von Bio-Dünger. Aber lest selbst.

Was ist der Bokashi?

Im Groben würde ich ihn als Eimer mit Deckel und Zapfhahn beschreiben. Aber es wäre nicht das, was er in Wahrheit ist: Ein platzsparendes biotonnenähnliches Fermentierungskraftwerk. Ne, im Ernst. Er ist wirklich ein tolles Produkt, das aus Japan stammt. Bokashi bedeutet sinngemäß übersetzt ‚Allerlei fermentiertes‘. Das sagt schon viel über die Art der Düngerherstellung aus. Das Beste am Bokashi-Eimer ist, dass man ihn sehr gut in der heimischen Küche aufstellen kann. Zum einen weil er nicht viel Platz benötigt, zum anderen, weil er nicht wie eine Biotonne stinkt, sondern dezent ähnlich wie Sauerkraut duftet.

Was darf alles in den Bokashi-Eimer?

Und hier unterscheidet sich dieser Eimer auch von dem geliebten Komposthaufen. Es dürfen sämtliche Küchenabfälle in rohem und gekochtem Zustand hinein. Auch Fisch und Fleisch.

Bokashi: Was wird benötigt?

Zum alleinigen Ausprobieren genügt ein, zur Dauernutzung zwei Bokashi-Eimer. So hat man immer einen der bereits fermentiert, während der andere nach und nach befüllt wird. Die geläufigen Modelle haben ein Fassungsvolumen von 16 oder 19 Liter. Sie sind bereits häufig mit einem Siebeinsatz und Ablaufhahn ausgestattet. So lässt sich der abgesickerte vergorene Saft bequem abzapfen. Zusätzlich sollten effiziente Mikroorganismen besorgt werden. Gesteinsmehl kann beigefügt werden, ist aber nicht zwingend erforderlich. Zuletzt wird noch ein mit Wasser oder Sand gefüllter Kunststoffbeutel benötigt. Dafür eignen sich besonders gut gebrauchte Plastikbeutel aus dem Handel, die wasserundurchlässig sind. Somit haucht man dem Verpackungsmaterial ein zweites Leben ein, bevor es dann irgendwann in den gelben Sack wandert, wenn es löchrig geworden ist.

Wie funktioniert das Fermentieren?

Die Küchenabfälle sollten gut zerkleinert in den Bokashi-Eimer gegeben werden. Zerkleinerte Eierschale und Kartoffelschalen mit Kaffeesatz zum Beispiel. Zwischendurch, spätestens am Ende der Befüllung, wird die Mischung aus effizienten Mikroorganismen aufgesprüht, damit die effektive Fermentierung in Gang gesetzt wird. Alles gut andrücken und zum Schluss nur noch den Plastikbeutel, gefüllt mit Wasser oder Sand obenauf legen, um die Sauerstoffzufuhr zu unterbinden (aber nur solange, bis der Beutel nicht mehr in den Eimer passt und der verbleibende Platz mit letzten Küchenabfällen befüllt wird). Jetzt den Bokashi-Eimer mit dem Deckel verschließen und für mindestens zwei Wochen bei Raumtemperatur lagern.
Alle zwei bis drei Tage sollte man den fermentierten Saft abzapfen und damit z.B. seine Zimmerpflanzen Düngen. Die Flüssigkeit kann direkt an die Pflanzen gegeben werden oder mit wenig Gießwasser verdünnt werden. Während der zwei Wochen wird der zweite Eimer allmählich aufgefüllt. Die verbleibende Masse kann nach der Fermentierung mit in den Kompost gemischt werden, oder in die Biotonne, wenn es keine weitere Verwendung dafür gibt.

Was haltet Ihr von dem Bokashi-Eimer?

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Zu Teil 1 der Artikelserie.

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